Erst durch gemeinschaftliches Zusammenwirken ist die Deutsche Stiftung für Herzforschung groß geworden: Eine wachsende Anzahl von Stifterinnen und Stiftern, ehrenamtlich aktiven Experten und Laien haben aus einer idealistischen Anfangsidee eine nicht mehr wegzudenkende Institution geschaffen.
Die Stiftung hat ihre finanziellen Mittel in eigener Kraft aufgebaut und tut dies auch weiterhin. Am Anfang stand nämlich kein großes Vermögen. Das eigentliche Startkapital bildete vielmehr das Engagement und die Überzeugungskraft der ersten aktiven Mitglieder, andere Menschen für die Idee der patientennahen Forschungsförderung zu gewinnen. Dieser Geist, verbunden mit Herz und Sachverstand, prägt die Organisation bis heute – nach innen wie außen.
In der Entwicklung der Stiftung markiert der Ausbau des Stiftungskapitals wichtige Etappen.
Die Deutsche Stiftung für Herzforschung ging als Stiftung bürgerlichen Rechts an den Start. Ihr Ziel war und ist es bis heute, die Forschungsförderung durch ein ausreichendes Stiftungsvermögen zu sichern. Die Initiative zur Gründung kam aus dem Mitgliederverein Deutsche Herzstiftung. Bereits dort wurde die Forschungsförderung als eine wichtige Aufgabe gesehen. Doch als gemeinnützige Organisation darf der Mitgliederverein kein Kapital ansammeln und hat daher Schwierigkeiten, langfristig Großprojekte durchzuführen, wie sie in der Forschung notwendig sind. Mit einer Einlage von 66.000 DM (heute ca. 33.000 EUR) gehörte die Deutsche Herzstiftung zu den Erststifterinnen. Sie unterstützt ihre Schwesterorganisation nach wie vor regelmäßig.
Es dauerte einige Zeit, bis die Deutsche Stiftung für Herzforschung einen Kapitalstock angesammelt hatte, von dessen Erlös sich erste Förderungsaktivitäten bestreiten ließen. Von 10.226 EUR lobte sie ihren ersten Forschungspreis aus.
Schon ein Jahr später brachte sie mehr als doppelt so viele finanzielle Mittel auf, nämlich ca. 26.000 EUR.
Wieder war ein großer Sprung bei den Stiftungserträgen gelungen – es gab 60.000 EUR zu verteilen. Die Stiftung finanzierte ihre ersten Forschungsprojekte! Endlich hatte sie das eigentliche Herzstück ihrer Förderungsziele verwirklicht.
Zehn Jahre nach ihrer Gründung schaffte die Deutsche Stiftung für Herzforschung den Durchbruch in den sechsstelligen Bereich. Über 224.000 EUR flossen in die Forschungsförderung. Mit steigender Reputation in Fachkreisen und zunehmendem Bekanntheitsgrad in der allgemeinen Öffentlichkeit hatte sie immer mehr Förderer für die Herz-Kreislaufforschung gewonnen, darunter namhafte Unternehmen und Privatpersonen.
Die Deutsche Stiftung für Herzforschung steht bei ihrer Mittelvergabe kurz vor der 1-Mio-Euro-Marke. Kein Grund, sich auf dem Erreichten auszuruhen! Denn in Zeiten knapper öffentlicher Kassen wächst die Verantwortung der Stiftung enorm, die Belange von Herz-Kreislauf-Patienten in der Forschung durchzusetzen.